Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen

HINTERGRUND

Vier von fünf Menschen sind laut diversen Statistiken zu­mindest zeitweise von Nackenschmerzen oder Rü­ckenschmerzen betroffen, in vielen Fällen strahlt der Schmerz auch ins Bein oder in den Arm aus und schränkt damit die Beweglich­keit zusätzlich ein. Arbeitsunfähigkeit und eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität sind häufig die Fol­gen. Hauptverursacher von Rücken­schmerzen sind neben Muskeldysba­lancen und Haltungsfehlern vor allem Abnützungen und Erkrankungen der Gelenke, Bandscheiben und Knochen. Während man früher davon ausging, dass sich akute Schmerzzustände auch ohne Behandlung rasch spontan bessern, weiß man mittlerweile, dass ohne adä­quate Therapie kurz- bis mittelfristig mit einer hohen Rückfallrate zu rech­nen ist und auf diese Art die Beschwerden chronisch werden können Eine Studie aus dem Jahr 2010 beziffert die direkten und indirekten volkswirtschaftlichen Kosten auf mehr al 6 Mrd. Euro jährlich.

DIAGNOSTIK UND MEDIKAMENTÖSE THERAPIE

Bei länger andauernden oder sehr starken Nacken- oder Rückenschmerzen sowie einer Schmerzausstrahlung in die Arme oder Beine steht eine exakte Abklärung durch einen Facharzt  an erster Stelle. Dieser erstellt anhand der Krankengeschichte und einer Krankenuntersuchung eine Verdachtsdiagnose. Zu weriterführenden Abklärung ist in einigen Fällen eine bildgebende Untersuchung mittels Röntgen oder Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig. Eine erfolgreiche Therapie benötigt diesen Ablauf, da es für die unterschiedlichen Ursachen von Nacken- und Rückenschmerz zahlreiche spezifische Therapieansätze gibt. Diese reichen von Heilgymnastik und Phystiotherapie über Medikamente und bildgesteuerte Schmerztherapie bis zur Operation. Welche Therapie für Ihre Schmerzen die besten Erfolgsaussichten birgt, wird Ihr Arzt im Detail mit Ihnen besprechen.

BILDGESTEUERTE THERAPIE

Bereits seit Jahrzehnten sind einzelne Techniken zur minimalinvasiven Therapie von  Nacken- und Rückenschmerzen bekannt. Zahlreiche Ärzte führen die Infiltrationen von Medikamenten „blind“ durch, Studien haben gezeigt, dass so bei einem Großteil der Therapien das Medikament nicht an der richtigen Stelle landet und somit die Erfolgsraten reduziert sind. In den letzten Jahren hat sich die Bildsteuerung dieser Eingriffe mit Computertomographie oder Ultraschall etabliert. Ärzte mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet können millimetergenau den Schmerz an der Ursache mit geringstem Komplikationsrisiko und hohen Erfolgsraten behandeln. Details zu den einzelnen Ursachen für Nacken- und Rückenschmerzen sowie mein Leistungsspektrum finden Sie auf der rechten Seite.

Bandscheibenvorwölbung/Bandscheibenvorfall

Hintergrund

Die Wirbelsäule besteht aus Knochen (Wirbelkörper) und dazwischenliegenden Bandscheiben. Diese haben einen gelartigen Kern (Nucleus pulposus) und einen straffen Faserring (Annulus fibrosus). Wenn dieser Faserring nach Verletzungen oder durch Abnützung schwächer wird oder einreißt, kann Bandscheibenmaterial austreten und naheliegende Nerven einengen. Abhängig von der Form nennt man dies entweder Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) oder Bandscheibenvorfall (Herniation). Typische Symptome sind einschießende Schmerzen („wie ein elektrischer Schlag“) in Arm oder Bein, Gefühlsstörungen und in seltenen Fällen Lähmungen. Häufig treten durch Muskelverspannungen auch starke Kreuz- oder Nackenschmerzen auf.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden.

Bildgesteuerte Medikamenteninjektion

Bei diesem Eingriff werden ultraschall- oder computertomographiegesteuert Medikamente direkt zwischen Bandscheibe und betroffenen Nerv platziert. Dies führt zu einem Abschwellen des Nervs, zu einer Minderung der lokalen Enzündungsreaktion, einem rascheren „Schrumpfen“ des Bandscheibenvorfalls und somit zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage

Bildgesteuerte Bandscheibentherapie

Bei diesem Eingriff wird der Bandscheibenvorfall computertomographiegesteuert chemisch mittels Ozon oder physikalisch mittels verkleinert, bei erfolgreicher Therapie ist mit einer Schmerzreduktion innerhalb von 24 Stunden zu rechnen.

Verengung der Nervenkanäle (Foramenstenosen, Vertebrostenose)

Hintergrund

Abnützungen der Wirbelsäule durch Überlastung oder Fehlhaltung führen zu Abstützungsreaktionen der Skeletts durch Knochenneubildung (Spondylophyten). Je nach Lage dieser Veränderungen und vorhandener Begleiterkrankungen der Bandscheiben kann dies zu einer Einengung der knöchernen Nervenkanäle (Foramenstenose) oder des Wirbelkanals (Vertebrostenose) führen. Typische Symptome sind einschießende Schmerzen („wie ein elektrischer Schlag“) in Arm oder Bein, Gefühlsstörungen und in seltenen Fällen Lähmungen. Häufig treten durch Muskelverspannungen auch starke Kreuz- oder Nackenschmerzen auf.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Bei der bildgesteuerte Medikamenteninjektion werden computertomographiegesteuert Medikamente direkt in die eingeengten Nervenkanäle eingebracht. Dies führt zu einem Abschwellen des Nervs und der Umgebunsstrukturen wie zB Bändern, zu einer Minderung der lokalen Enzündungsreaktion und somit zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Abnützung der Wirbelgelenke (Sponylarthrosen)

Hintergrund

Abnützungen der Wirbelgelenke durch Überlastung oder Fehlhaltung führen zu Abstützungsreaktionen der Skeletts durch Knochenneubildung (Spondylophyten). Diese Veränderungen führen zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit der Gelenke, zur Überlastung der übrigen Strukturen (Bandscheiben, Bänder) und zur chronischen Reizung der Nerven, die eine Muskelverspannung verursachen. Typische Symptome sind morgendliche Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in des Gesäß oder die Leisten und eine Besserung der Beschwerden durch Bewegung.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Da Abnützungserscheinungen chronische Veränderungen sind, kann es nötig sein, die Eingriffe in bestimmten Zeitabständen zu wiederholen.

Bildgesteuerte Medikamenteninjektion

Bei diesem Eingriff werden ultraschallgesteuert Medikamente direkt in oder um die betroffenen Gelenke eingebracht. Dies führt zu einer Reduktion der lokalen Entzündungsreaktion und der Nervenreizung und somit zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Bildgesteuerte Synovialiszystensprengung

Bei diesem Eingriff werden Ausstülpungen der Gelenkskapsel (Synovialiszysten), die auf benachbarte Nerven drücken, computertomographiegesteuert mit einer dünnen Nadel eingerissen und durch Einbringung von entzündungshemmenden Medikamenten zum Platzen gebracht. Dies führt zu einer raschen Schmerzreduktion innerhalb weniger Stunden.

Bildgesteuerte Nervenverödung (Ablation)

Bei diesem Eingriff werden die Nerven, die die Schmerzen von den Gelenken rückmelden, mittels hochfrequentem Strom verödet. Dies führt zu einer raschen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Akuter Nacken-/Rückenschmerz

Hintergrund

Akute Kreuz- und Nackenschmerzen (Hexenschuß, Peitschenschlag) sind sehr häufig, nahezu jeder ist zumindest einmal im Leben davon betroffen. Meist verschwinden diese Schmerzen innerhalb von wenigen Tagen durch vorsichtige Bewegungstherapie, schmerzlindernde Medikamente und lokale Wärmeanwendungen. Bei Schmerzen die länger als 10-14 Tage andauern oder sehr stark sind, sollte jedoch ein Schmerztherapeut aufgesucht werden, um mögliche Spätfolgen (sogenannte chronische Schmerzen) zu vermeiden und die Schmerzursache exakt abzuklären.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Bei starken Muskelverspannungen als Schmerzursache können die entsprechenden Nerven (Nervus accessorius, Ramus medialis) ultraschallgezielt durch eine Infiltration mit Medikamenten blockiert werden. Dieser kleine Eingriff ist ambulant und nahezu schmerzfrei durchführbar und führt zu einer raschen Besserung der Beschwerden.

Schmerz nach Wirbelsäulen-OP (Failed back surgery syndrome)

Hintergrund

Nach Wirbelsäulenoperationen kommt es im Langzeitverlauf häufig zu erneuten Beschwerden („Failed back surgery sydrome“). Mögliche Ursachen sind Narbenbildungen, Abnützungserscheinungen oder erneute Bandscheibenvorfälle oder Einengungen von Nervenkanälen. Die Symptome umfassen Nacken- oder Rückenschmerzen aufgrund von Muskelverspannungen, einschießende Schmerzen in Arm oder Bein, Gefühlsstörungen oder Lähmungen.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Bei der bildgesteuerten Medikamenteninjektion werden computertomographiegesteuert Medikamente direkt in die eingeengten Nervenkanäle eingebracht. Dies führt zu einem Abschwellen des Nervs und der Umgebungsstrukturen wie zB Bändern, zu einer Minderung der lokalen Enzündungsreaktion und somit zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Gleitwirbel (Spondylolisthese)

Hintergrund

Die Knochen der Wirbelsäule sind in einer harmonischen Linie angeordnet, um die Belastungen des aufrechten Ganges optimal übertragen zu können.
Aufgrund von angeborenen Fehlbildungen der Wirbelbögen (Spondylolyse) oder erworbener Schäden (Abnützung, Unfall) kann diese Ordnung gestört werden und ein oder mehrere Wirbelkörper ein Stück nach vorne rutschen (Spondylolisthese). Die Symptome bestehen häufig aus starken Rückenschmerzen aufgrund von Muskelverspannungen. Wenn durch dieses Wirbelgleiten auch Nervenkanäle eingeengt werden, kann dies zu einschießenden Schmeren in Arm oder Bein, zu Gefühlsstörungen oder sogar zu Lähmungen führen.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Bei der bildgesteuerten Medikamenteninjektion werden computertomographiegesteuert Medikamente direkt in die eingeengten Nervenkanäle eingebracht. Dies führt zu einem Abschwellen des Nervs und der Umgebungsstrukturen wie zB Bändern, zu einer Minderung der lokalen Entzündungsreaktion und somit zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Blockade des Kreuz-/Darmbeingelenks

Hintergrund

Durch Muskeldysbalancen, Fehlhaltung, Überbelastung oder Abnützung kann es zu Blockaden im Kreuz-/Darmbeingelenk kommen.Die Symptome umfassen tiefe Schmerzen am Übergang zum Kreuzbein vor allem bei Einbeinbelastung und Rotationsbewegungen mit Ausstrahlung in das Gesäß.

Bildgesteuerte Schmerztherapie

Alle Eingriffe können abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand der PatientInnen ambulant unter lokaler Vereisung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Bei der bildgesteuerten Medikamenteninjektion werden ultraschallgesteuert Medikamente direkt in das Gelenk eingebracht. Dies führt zu einer deutlichen Schmerzreduktion innerhalb weniger Tage.

Angebotene Eingriffe:

  • Bildgesteuerte Schmerzmittelinjektion in Gelenke und Nervenkanäle
  • Bildgesteuerte Bandscheibentherapie (Ozon, Laser)
  • Bildgesteuerte Nervenblockade (periradikuläre Therapie)
  • Bildgesteuerte Nervenverödung (Ablation)

Univ.-Doz., Priv.-Doz. Dr. Robert Bucek, MBA hat 4,99 von 5 Sternen |15 15 Bewertungen auf ProvenExpert.com